Betreuungs- und Entlastungsleistungen



Eingeschränkte Alltagskompetenz (Neue Regelung ab Jan. 2015)

Aufgrund von demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen
können Menschen in ihrer Alltagskompetenz auf Dauer erheblich eingeschränkt sein.
Sie sind dann in erheblichem Maße auf Betreuung und - insbesondere zur Verhütung von Gefahren - oft auch auf allgemeine Beaufsichtigung angewiesen.

Um diesem Betreuungsbedarf Rechnung zu tragen, erhalten sie von der Pflegeversicherung besondere Unterstützung.
Je nach Umfang und Schwere der vorliegenden Schädigungen oder Fähigkeitsstörungen erhalten sie einen
Betreuungsbetrag in Höhe von monatlich 104 Euro oder 208 Euro, also 1.248 Euro bzw. 2.496 Euro im Jahr,
für sogenannte zusätzliche Betreuungsleistungen.

Auch Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, deren Bedarf an Grundpflege und
hauswirtschaftlicher Versorgung (noch) nicht das Ausmaß der Pflegestufe I erreicht und die daher keine Pflegestufe haben,
können den Betreuungsbetrag erhalten. Man spricht hier von der sogenannten "Pflegestufe 0".

Den Grundbetrag von 104 Euro erhät zukünftig jeder Pflegebedürftiger ohne Einstufung nach § 45a SGB XI ("Demenz").

Auf die 208 Euro Betreuungsleistungen besteht nur ein Anspruch für Pflegebedürfitige wenn diese bisher bereits 200 Euro erhalten haben oder wenn durch eine vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) beauftragte Prüfung dieses Ergebnis festgestellt wurde.