Urlaubs- und Verhinderungspflege



Anspruch auf Verhinderungspflege:

Wenn eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaub, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert ist, übernimmt die Pflegekasse die Kosten einer notwenigen Ersatzpflege für bis zu 1.612,00 € im Kalenderjahr (bis zu 6 Wochen).

Voraussetzung für die Verhinderungspflege:

  • Die Pflegestufe muss vor beginn der Verhinderungspflege mindestens 6 Monate bestehen.
  • Die Pflegeperson (Angehörige) ist verhindert und bereits seit mindestens 6 Monaten tätig.
  • Der Anspruch auf Verhinderungspflege besteht unabhängig von der Höhe der Pflegestufe.
  • Der Anspruch auf Verhinderungspflege besteht auch bei Pflegestufe 0+.

Leistungen in der Verhinderungspflege:

  1. Die Verhinderungspflege kann zusätzlich zur Pflege durch den Pflegedienst durchgeführt werden.
2. Es können neben Pflege- auch Betreuungsleistungen erfolgen.
3. Die Verhinderungspflege kann auch Stundenweise an verschiedenen Tage erfolgen
    (Z.B.: 2 Tage in der Woche mit je 1 Std. Pflege oder Betreuung).
4. Wenn die Verhinderungspflege am Tag weniger als 8 Std beträgt, wird sie nicht auf das Pflegegeld der Pflegeversicherung     angerechnet. Das heißt: Das bisherige Pflegegeld für pflegende Angehörige bleibt erhalten.
5. Wenn die Verhinderungspflege am Tag weniger als 8 Std beträgt, wird sie nicht auf den Zeitraum der 28 Tage angerechnet.     Das heißt: Es kann bis zur Ausschöpfung der Gesammtsumme von 1.612,00 €, auch an mehr als 28 Tagen     Verhinderungspflege geleistet werden.


Durchführung der Verhinderungspflege:

Die Verhinderungspflege muss vor beginn bei der Pflegekasse beantragt werden. Sie sollte mit dem Pflegedienst planbar abgesprochen und berechnet werden.